Nach einem halben Jahr haben wir gestern unsere Abenteuer in den geborstenen Himmeln fortgesetzt. Es folgt der entsprechende Bericht der jüngsten Ereignisse:

In Schattenhafen erlangen wir schließlich doch noch eine Einigung bezüglich unseres Schiffes: Die vom letzten Kampf beschädigte Seboldt I wird verkauft und die Besatzung entlassen. Ich bin hoch erfreut über den Sinneswandel meiner Gefährten.

Von unseren Einkünften kaufen wir uns eine wendige und schnelle Wolkenjolle, die wir in der Werft von Schattenhafen mit Flügeln für eine zusätzliche Beschleunigung ausstatten lassen. Wir taufen unsere neue Wolkenjolle auf den Namen „Wolkenschwinge“. Von meinen Gefährten werde ich zum Kapitän der Wolkenschwinge ernannt, da ich auf meinen zahlreichen Reisen einige Kenntnisse in der Luftschifffahrt erlangen konnte.

Derk verlässt uns in Schattenhafen. Er möchte sich dem Studium und der Wissenschaft in der Universität widmen.

Während der zwei wöchigen Umbauarbeiten am neuen Schiff hören und schauen wir uns in Schattenhafen um und treffen einige Bekannte:

Im Nexus, der Handelshalle, treffen wir auf Kapitän Skiggs. Dieser berichtet uns vom fortschreitenden Aufbau auf Reichlich. Bald wird die erste frische Getreideernte eingefahren und zur Hilfe beim Anbau sollen Gefangene dort helfen. Die Nahrungsmittelknappheit hat jedoch Zwietracht und Misstrauen in den Himmeln gesät. Wegen der ausbleibenden Getreidelieferungen aus Reichlich denken andere Inseln über die Beschränkung der Warenausfuhr nach. Viele Inseln wollen möglichst unabhängig werden. Einige Völker denken mehr an die eigenen Belange, als an das gemeinsame Fortbestehen in den geborstenen Himmeln. Besondere Unruhen herrschen derzeit auf Drachenkamm. Vertraulich berichtet uns Kapitän Skiggs von einer geplanten Maßnahme zur Stärkung des Zusammenhalts in den Himmeln: Es soll bald ein großes Rennen durch die Himmel veranstaltet werden, welches Vorbehalte und Misstrauen der Völker abbauen soll.

Bezüglich des elfischen Kapitäns Sindril kann ich am Hafen erfahren, dass dieser vor etwa fünf Jahren mit einem elfischen Patroullie-Schiff „Distelblüte“ für drei Tage in Schattenhafen war.

Im Nexus treffen wir außerdem auf den Glühblut-Magier Hayle, welcher ein paar Erkenntnisse zum Zirkel der Neun gesammelt hat. Hayle fühlt sich beobachtet und ist sehr vorsichtig uns gegenüber. Er geht davon aus, dass es sich bei den Neunen aus dem Zirkel um einflussreiche Anführer handelt. Die duch uns besiegte Caryl war eine davon. Doch ihr Platz wurde inzwischen durch einen anderen eingenommen. Kapitän Barren ist im Zirkel der Neun ein Agent des „piratennahen“ Anführers. Laut Hayle ist niemandem zu trauen. Mindestens ein Dutzend Bewohner von Schattenhafen dienen dem Zirkel der Neun und versorgen diesen mit Informationen über die Ereignisse in der Welt. Es ist sehr schwierig, an weitere Informationen zu gelangen. Hayle rät uns einen Besuch bei Jadeklaue, einem weisen Drachen auf Drachenkamm, der seit langer Zeit jegliche Informationen sammelt.

Wir erledigen noch einige andere Dinge in Schattenhafen. Talahier lässt ein Amulett mit dem Speichenrad des Zirkel der Neun anfertigen. An richtiger Stelle eingesetzt hoffen wir so an weitere Hinweise zu gelangen.

Wir kaufen einen Obsidian-Thron, als Geschenk für Jadeklaue, damit dieser uns hoffentlich bereitwillig die gewünschten Informationen geben wird.

Wir laden den Laderaum unserer neuen Wolkenschwinge mit einfachen Waffen für den Handel in Drachenkamm und füllen unsere Erden in der örtlichen Navigatorenhalle nach, bevor wir Schattenhafen verlassen.

Mit ansehnlicher Reisegeschwindigkeit fahren wir in Richtung Drachenkamm. Nach nur vier Wochen erreichen wir das Zielgebiet und werden dort direkt von vier glühwahnsinnigen Drakin empfangen. Das Wyrmblut stürtzt sich auf uns. Mit einem geschickten Ausweichmanöver kann ich jedoch den ersten Angriff vereiteln. Horshgorbels herbeigerufene Muse und die wirkungsvollen Pfeilsalven von Talahier erledigen den Rest. So können wir die drohende Gefahr noch vor dem ersten Angriff abwehren.

Wir erreichen ohne weitere Vorkommnisse den Hafen von Drachenkamm. Am Hafen kann man eine deutliche Anspannung bemerken. Unsere Begrüßung durch einen Drakin vom Hafenpersonal ist formell. Wegen der angespannten Lage auf Drachenkamm dürfen wir weder Waffen tragen noch mit ihnen handeln. Bei Verlassen des Schiffes werden wir von einer Gruppe Orks angepöbelt. Drachenkamm ist zweigeteilt: Als Gäste steht uns das Fremdenviertel offen. Den für Drakin vorbehaltenen Bereich darf nur Saratox betreten.

Während Saratox sich auf den Weg ins Drakinviertel macht, schauen wir übrigen (Horshgorbel, Talahier und ich) uns im Fremdenviertel um. Die Lage ist angespannt. Es gab in den letzten drei Wochen mehrere Zwischenfälle im Bereich des Basars, bei dem insgesamt bereits sechs Orks getötet wurden. Ihnen wurde die Kehle durchgeschnitten und ihren Leichen wurde eine zwergische Rune „Achtung“ in die Stirn geritzt. Die Orks vermuten eine Gruppe von Zwergen dahinter. Die Drakin befürchten, dass die Zwergengruppe der „Wachsamen“ wieder aktiv sein könnte. Die Wachsamen glauben nicht an den Sinneswandel der Orks und haben den Kampf gegen die Orks nie wirklich eingestellt. Seit einiger Zeit waren jedoch keine Aktivitäten der Wachsamen mehr bekannt. Die Morde ereignen sich jeweils im Bereich des Basars in abgelegenen Ecken und Gassen während des Ruhezyklus‘. Es sind jeweils einzelne Opfer und es fehlt jede Spur zu einem Täter.

Um den bevorstehenden Bürgerkrieg zwischen Orks und Zwergen auf Drachenkamm zu vereiteln, wurde die Zahl der Drakinmilizen bereits verdoppelt. Doch wir müssen dem Morden ein Ende bereiten, um die Stabilität auf der Insel wieder herzustellen. So begeben wir uns zu Elnor, dem Hauptmann der Wachen, um unsere Unterstützung anzubieten. Auf dem Weg treffen wir Saratox wieder, der das gleiche Ziel hat.

Elnor reagiert auf unser Hilfsangebot in der Angelegenheit zunächst misstrauisch, lässt sich dann jedoch von uns überzeugen. Saratox erbittet für uns eine Genehmigung, Waffen tragen zu dürfen.

Wir wollen uns nun weiter umhören und die Nachforschungen aufnehmen. Wir vermuten eine höhere Macht hinter den Orkmorden, die das Ziel der Destabilisierung in der Bevölkerung verfolgt. Vielleicht können wir durch unser Wirken und Handeln auch den mächtigen Drachen Jadeklaue milde stimmen. Denn sobald wir hier im Fremdenviertel erfolgreich waren, wollen wir ein Gespräch mit Jadeklaue suchen.

Hoffentlich können wir weitere Morde auf dem Basar verhindern und die Hintergründe schnell aufklären…

Ich freue mich über Anmerkungen und Ergänzungen meiner Mitspieler!

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