Nach fast einem Jahr Rollenspielpause ging es gestern für unsere Sundered-Skies-Runde weiter. Dagian beschriebt die letzten Ereignisse so:

In Reichlich können wir mit unserer Getreidelieferung aus Paradies zu einer gewissen Entspannung der Hungersnot beitragen. Bald wird der eigene Getreideanbau wieder die Grundversorgung der Bewohner sichern können.

Wir hören uns in Reichlich noch einmal nach Hinweisen auf den Zirkel der Neun um. In der Träne erhalte ich jedoch keine weiteren Hinweise auf mögliche Verbündete oder Vertraute des verstorbenen Gotteswandlers Wilan Gedeon. In der Navigatorenhalle erlangt Saratox den Hinweis, dass wir die leuchtende Kabale sehr wahrscheinlich im Bereich der geborstenen Stadt antreffen können.

Als wir uns an unserer Seboldt I im Hafen wieder treffen, berichtet Talahier von Seboldts Geist, der noch einmal aufgetaucht ist und auf die Rettung seiner Seele drängt. Noch einmal beeinflusst Seboldts Geist die Wegsphäre unseres Schiffes, so dass wir der Spur folgen können. Wir stechen also mit unserem Schiff in die Himmel und folgen gespannt dem Kurs der Wegsphäre.

Auf der Fahrt testet Talahier das bei Wilan Gedeon gefundene Eberkopfamulett und fühlt sich bald gekräftigt und vital. Talahier überreicht das Amulett daraufhin dem dürren Saratox, da dieser scheinbar eine entsprechende Kräftigung gut gebrauchen kann.

Bemerkenswert sind die Veränderungen an Saratox. Der Drakin ist inzwischen zu einem beeindruckenden Drachen geworden. Mit Hilfe seiner Flügel entwickelt er immer bessere Flugkünste. Unterwegs löst sich Saratox immer wieder von Deck und fliegt neben uns her.

Nach fünf Wochen Fahrt erreichen wir die ersten Felsen der geborstenen Stadt. Nach kurzer Reisezeit bemerken wir ein kleines Schiff, welches offenbar von einem größeren Schiff verfolgt wird. Vom Verfolgerschiff geht es starkes Glühen aus, wie wir es bereits von den Himmelsschiffen der leuchtenden Kabale kennen. Wir nähern uns vorsichtig an und verfolgen das glühende Schiff einige Zeit in sicherer Entfernung. Ich kann schließlich meine Gefährten überreden, unsere Deckung zu verlassen, um die Lage genauer zu untersuchen. Bei der weiteren Annäherung an das Schiff bestätigt sich unser Verdacht: An Deck befinden sich Horden von Zombies und Ghulen sowie andere verrenkte und untote Wesen. Bei Annäherung beginne ich mit dem Beschuss des gegenerischen Kapitäns. Zu unserem grausigen Erstaunen entdecken wir unseren treuen Gefährten Seboldt am Steuer des glühenden Schiffes: Sein Körper wirkt gestaucht und verrenkt.
Gegnerische Harpunenangriffe sorgen mit Explosionen für erhebliche Schäden an unserem Schiff. Den Kapitän des Kabalen-Schiffes kann ich im Kampf gerade noch rechtzeitig mit gezielten Bogenschüssen unschädlich machen, bevor dieser den glücklosen Saratox zu Boden kämpfen kann. Seboldts geschundener Körper wird von Horshgorbels Muse erlöst. Vier unserer Besatzungsmitglieder werden im Kampf durch Zmobies und Ghule getötet. In einem erbitterten Kampf können wir mit vereinten Kräften die untoten Mächte der leuchtenden Kabale schließlich besiegen.

Nach unserem Sieg taucht erneut Seboldts armer Geist auf und bedankt sich für seine Erlösung. Er fordert uns auf, unser Werk zu vollenden, indem wir seine Leiche und auch die übrigen Körper verbrennen und damit vor weiterem Missbrauch durch die leuchtende Kabale zu bewahren. Wir folgen seiner Bitte und setzen das gesamte Schiff mit den verstorbenen Körpern in Brand, nachdem wir an Bord keine weiteren Hinweise oder Dinge finden können, abgesehen von einer feinen Pistole, die der untote Kapitän Palados bei sich trug und drei Harpunen, die wir zuvor für den späteren Einsatz auf unserem Schiff abbauen. Beim Umbau der Harpunen vom Schiff der leuchtenden Kabale hat Horshgorbel ein verdammt mieses Gefühl.

Während wir uns von dem brennenden Schiff der leuchtenden Kabale entfernen, diskutieren wir die nächsten Schritte. Wegen der erheblichen Schäden der Seboldt I wollen wir zunächst den nächsten Hafen in Torweg ansteuern. Plötzlich fällt Saratox jedoch ein, dass er bisher den Mörder von Schneeschuppe nicht auffinden konnte und daher nicht zurück nach Torweg will. Als ihm in der folgenden konfusen Diskussion die Argumente ausgehen, wirft er kurzer Hand unsere Erden von Torweg über Bord, so dass uns der kurze Weg dorthin verwehrt ist.

Stattdessen müssen wir nun sehr zu Talahiers Unmut mit unserem stark beschädigten Schiff das weit entfernte Schattenhafen ansteuern. Die Fahrt dauert entsprechend lange und erst nach neun Wochen erreichen wir unser Ziel.

Es folgt eine weitere Lamentiererei bezüglich der nächsten Schritte. Ich möchte mich nun endlich von der schwerfälligen Fregatte trennen. Mir behagt die Abhängigkeit und Verantwortung gegenüber der Besatzung nicht. Wir sind mit dem großen Schiff unflexibel, langsam und auf die teure Leistung unserer Seeleute ebenso angewiesen wie auf gut laufende Geschäfte für deren Bezahlung. Meine Gefährten scheinen unentschlossen. Sie wollen sich am Ende aber nicht von der Seboldt I trennen, sondern diese kosten- und zeitaufwendig reparieren lassen und sich um neue und möglichst kampferfahrene Besatzungsmitglieder kümmern.

Ich werde also etwas mehr Zeit und Gelegenheit haben, mich in Schattenhafen umzuschauen. Vielleicht hilft mir die Zeit, neue Informationen über den Zirkel der Neun zu erlangen oder einfach andere spannende Geschichten zu erfahren…

Hat Dagian in seinem Bericht etwas wesentliches vergessen?

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