An diesem Wochenende setzten wir unsere Abenteuer in den Himmeln fort. Nachfolgend beschreibe ich die Ereignisse aus Dagians Sicht:

Der Wasserstrudel befördert uns in einer Art kugelförmiger Blase nach oben aus dem Tempel hinaus. Die wässrige Gestalt einer schönen Frau nickt uns zu und deutet in die Richtung des Hafens von Speicherstadt. Auf wundersame Weise fühle ich mich gestärkt und von den Wunden des vergangenen Kampfes geheilt. Wir scheinen ein Teil des Wassers zu sein und beobachten durch den Schleier der Wasserkugel unseren Weg vom Tempel hinab zum Hafen. Laut krachend schlagen wir mit der Kugel durch das Dach und den Boden der bereits zuvor beschädigten Navigatorenhalle von Speicherstadt.

Im Kellergewölbe unter dem Gebäude verschwindet die Kugel um uns und wir finden uns in einem Raum mit zwei Männern an einem Tisch, einem gefräßigen Verschlingerdämon und einigen wahnsinnigen Bewohnern von Speicherstadt wieder. Sofort kommt es zum Kampf zwischen uns und den anderen Anwesenden. Talahier wendet erneut seinen beeindruckenden Furchtzauber an. Doch bevor dieser auf die beiden Männer am Tisch wirkt, wird es plötzlich sehr kalt im Raum und Eisbrocken prasseln auf uns nieder. Bevor ich mich von dem Eisschlag erholen kann, sausen weitere Eisgeschosse auf mich nieder und ich gehe bewusstlos zu Boden.

Als ich wieder erwache schmerzt mein ganzer Körper. Besonders meine Hüfte scheint schwer in Mitleidenschaft gezogen zu sein. Meine Gefährten haben den Kampf jedoch mit letzten Kräften für uns entschieden. Auch Saratox wurde außer Gefecht gesetzt und es ist wohl Horshgorbels Einfluss auf den Verschlingerdämon zu verdanken, dass wir noch leben.

Plötzlich strömt eine Wasserwelle in das Gewölbe und klärt die Blicke der wenigen überlebenden Bewohner des Ortes. Aus der Welle bildet sich die bereits bekannte wässrige Frauengestalt und nimmt lautlos unsere Wunden von uns. Auch mein Genick erlangt wieder seine alte Beweglichkeit und das sonderbare Mal, welches ich seit einigen Wochen unter meinem Arm trage, verschwindet. Für mich ist klar: Wir sind der Lebensmutter begegnet und sie hat uns in ihrer Dankbarkeit von unseren Wunden geheilt!

Einer der beiden getöten Männer, die uns so schwer im Kampf zugesetzt hatten, war ein Fürsorger, der jedoch neben dem Tränensymbol der Lebensmutter ein Amulett mit einer hässlichen Fratze trug. Offenbar handelte es sich um einen Gotteswandler, der selbst von der Lebensmutter unbemerkt die ganze Insel Reichlich ins Verderben führte. Unser Begleiter Helan erkennt im Leichnam des Fürsorgers den namhaften Hohepriester der Träne Wilan Gedeon.

Wir verlassen die Navigatorenhalle und stellen mit Erleichterung fest, dass auch die übrigen Bewohner der Stadt ihren wahnsinnigen Blick verloren haben. Nur der Hunger bleibt. Vom Tempel kommt Kapitän Skigg mit einer kleinen Schar seiner Soldaten zu uns und erkundigt sich nach den Ereignissen. Wir beraten gemeinsam über die nächsten Schritte.

Saratox erfährt, dass der mutmaßlich Mörder von Schneeschuppe, ein schwarzer Drakin namens Merdal Graufalte, vor einigen Monaten auf Reichlich gesehen wurde. Wir wollen uns auf den Weg zur kleinen Insel Paradies machen, um dort die nötigen Nahrungsmittel zu beschaffen bis die Getreideernte in Reichlich wieder anläuft. Kapitän Skiggs will mit seinen Männern nach Schattenhafen fahren, um dort dem Handelsrat über die Ergeignisse auf Reichlich zu berichten.

Bei der Durchsuchung der Gemächer von Wilan Gedeon finden wir das versteckte Symbol des Zirkels der 9. Der Priester war also nicht nur ein Gotteswandler sondern gehörte offenbar auch diesem geheimen Zirkel an.

Wir legen ab zu unserer Fahrt durch den Rasierklingenpass nach Paradies. Unterwegs erscheint Talahier und mir der Geist unseres gefallenen Gefährten Seboldt Gilg, der uns um Hilfe bittet.

Einen Behemoth wollen wir zunächst jagen, um einen Teil des Hungers in der Welt zu stillen. Mit unserem großen Schiff ohne Harpunen gelingt uns jedoch kein Sieg über den riesigen Himmelswal, so dass wir erfolglos unsere Fahrt fortsetzen und schließlich Paradies erreichen.

Am Hafen von Paradies bemerken wir zwei elfische Fregatten, die gerade ihre Laderäume mit Getreide beladen. Als wir in Paradies anlegen begrüßt uns der Schreiberling Joe Egwoood voller Freude und begleitet uns zur örtlichen Navigatorenhalle. Talahier versteckt sich zunächst bis zur Abreise der Elfen an Bord unseres Schiffes, um den Elfen nicht zu begegnen.

Uns wird berichtet, dass die Elfen nahezu die gesamten Getreidevorräte von Paradies zu einem sehr günstigen Preis aufgekauft haben. Die Bewohner schenken uns ihre eiserne Reserve, so dass wir noch zwei Laderäume mit dem wertvollen Getreide für Reichlich füllen können. In Paradies gab es sonst keine besonderen Vorkommnisse. Die Bewohner sind jedoch durch die häufige Anwesenheit der schwer bewaffneten Elfen beunruhigt.

Wir bedanken uns für das Getreide und treten den Rückweg nach Reichlich an. Unterwegs taucht erneut der Geist des armen Seboldt auf und berichtet Talahier, dass sein Körper von der leuchtenden Kabale gefangen gehalten wird. Der Geist beeinflusst sogar die Wegsphäre unseres Schiffes. Wir folgen der Richtung eine Woche lang, um Seboldt zu finden, doch dann setzen sich Talahier und Saratox durch und wir fahren auf direktem Weg zurück nach Reichlich, um den Hunger dort zu beenden.

Als wir wieder auf Reichlich ankommen, sind die Felder bereits bestellt, doch es ist sehr ruhig und verlassen in Speicherstadt. Die Bewohner sind erschöpft und hungrig.

Hoffentlich können wir die Situation auf Reichlich mit unserer Getreidelieferung stabilisieren und verbessern….

Meine Mitstreiter sind herzlich eingeladen, die Ausführungen zu ergänzen oder nötigenfalls zu korrigieren!

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