Gestern setzten unsere Charaktere ihre Abenteuer in den geborstenen Himmeln fort. Es folgt die Zusammenfassung der aktuellen Ereignisse aus Sicht meines Charakters Dagian:

Wir nähern uns dem gefährlichen Trümmerfeld und entdecken schnell die Einfahrt zum Rasierklingenpass, der sich einem Tunnel ähnlich durch die Felsbrocken hindurchschlängelt. Die Passage fordert unsere ganze Aufmerksamkeit und häufig müssen wir auch größeren Felsen ausweichen.

Mehrere Nebelwolken deuten auf die Anwesenheit gefährlicher Nebelhaie hin. Tatsächlich schießt auch einmal einer dieser großen Himmelbewohner auf unser Schiff zu und beschädigt es dabei an der Reeling. Bevor der Hai ein weiteres Mal angreifen kann, wird er plötzlich von Dunkelheit umgeben und ein ohrenbetäubendes Kreischen ist zu hören. Talahier hat sich seiner Magie bedient, um dem Hai große Angst einzuflößen. Tatsächlich flieht der Hai in großer Panik und wir können unsere Fahrt fortsetzen. Mein Freund Talahier überrascht mich mit seinen Fähigkeiten immer wieder.

Nach einigen Tagen verlassen wir schließlich den Rasierklingenpass und das Trümmerfeld gibt den Blick auf die große Insel Reichlich frei. Während wir uns dem Hafen von Speicherstadt nähern, fällt uns die ungewöhnliche Färbung der Felder auf der großen Insel auf. Alle Kornfelder scheinen verdorrt zu sein.

Bevor wir den Hafen erreichen, bemerken wir ein Schiff des Handelsrats, welches aus dem Hafen ausläuft und direkt auf uns zusteuert. Etwas stimmt mit dem Schiff nicht: Der Name ist entfernt worden und in großen Lettern wurde „HUNGER“ an das Schiff geschrieben. Die Besatzung besteht offensichtlich aus Bauern, die beinahe wahnsinnig vor Hunger zu sein scheinen.

Wir verlangsamen unsere Fahrt und die „HUNGER“ rumpelt mit einem lauten Knirschen an die Seite der Seboldt I. Sofort springen die ersten Bauern auf unser Schiff und greifen uns an. Wir versuchen die Bauern zu überwältigen, nachdem diese sich nicht gesprächsbereit zeigen. Talahier setzt erneut erfolgreich seinen Furchtzauber ein und wir können den Kampf sehr schnell für uns entscheiden.

Hinter uns taucht in diesem Moment ein weiteres Schiff des Handelsrats auf. Es ist die Friedensbewahrer, die gerade aus der Traufe kommt und sich uns nähert. Wir erlauben Kapitän Skigg, unser Schiff für weitere Beratungen zu betreten. Er bringt einen Fürsorger Helan mit an Bord der Seboldt I. Gemeinsam beraten wir über die nächsten Schritte. Die überwältigten Bauern werden auf die Friedensbewahrer gebracht, wo sie unter Bewachung gestellt werden.

Helan starrt zur Insel herüber und bemerkt, dass die Träne, der Tempel der Lebensmutter auf einem Hügel mitten in Speicherstadt, trocken ist. Helan ist wegen dieser Tatsache sehr besorgt und wir entscheiden uns für ein zügiges Einlaufen in den Hafen von Speicherstadt, wo wir jedoch von weiteren wahnsinnig hungrigen Bewohnern erwartet werden.

Nach Ankunft im Hafen verlassen wir unser Schiff und müssen uns den Weg durch die Straßen der Stadt auf den Hügel der Träne freikämpfen. Immer wieder werden wir von den wie in Trance handelnden Bewohnern angegriffen, welche wir möglichst ohne Blutvergießen zurückdrängen. Kapitän Skigg und dreißig seiner Soldaten sowie der Fürsorger Helan begleiten uns bei dem Sturm auf die Träne.

Mit empfindlichen Verlusten und teilweise schwer verletzt erreichen wir schließlich die Träne und stürmen diese. Im Inneren des Tempelraumes hängt eine riesige Träne aus Kristall von der geschwungenen Decke des Tempels herab. Dieses heilige Symbol der Lebensmutter wurde geschändet: Die Leiche eines Fürsorgers hängt auf der Spitze der Träne und besundelt diese mit seinem Blut. Helan erkennt den toten Priester als Derek, den Leiter dieses Tempels. Wer hat diese fürchterliche Tat vollbracht?

Während Skiggs Soldaten die Türen des Tempels sichern, klettere ich mit Talahiers Hilfe auf die große Kristallträne, um Dereks geschundenen Leichnam zu entfernen. Wir legen die Leiche am Boden des Tempels ab. Noch bevor wir den riesigen Kristall vom Blut befreien können, trommeln immer mehr Bewohner der Stadt an die Türen des Tempels. Eine weitere Schlacht gegen die hungernde Bevölkerung Reichlichs steht bevor. Doch wie können wir den entweihten Tempel wieder herstellen. Helan spürt, das etwas den Tempel entweiht, doch wir können nichts finden.

Plötzlich zerrt etwas an meinem Arm. Ich springe entsetzt zurück. Was war das? Saratox sieht eine Art Strudel, den wir anderen zunächst nicht erkennen können. Erst als dieser immer größer wird, können auch wir eine Art wässerige Windhose im Zentrum des Tempelraumes entdecken. Helan wird von der Kraft des Strudels überwältigt und verschwindet darin. Auch Horshgorbel wird vom Strudel angezogen und beim Versuch ihn festzuhalten verschwindet Saratox mit ihm gemeinsam in der wässrigen Windhose.

Unter lautem Krächzen gibt die Eingangstüre den Schlägen der Bewohner nach. Mit dem wachsenden Strudel im Tempelinneren können wir unmöglich eine weitere Schlacht gegen die Bewohner bestehen. Ich entscheide mich, meinen verschwundenen Gefährten zu folgen und sehe in Talahiers Blick, dass er den gleichen Entschluss gefasst hat. Er ruft Kapitän Skigg zu, sich in den Strudel zurückzuziehen und wir springen in Richtung Tempelmitte…

Ich freue mich über Ergänzungen und Korrekturen durch meine Mitspieler!

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