Gestern erlebten unsere Charaktere neue Abenteuer in den geborstenen Himmeln. Die aktuellen Ereignisse stellen sich aus Dagians Sicht so dar:

Während wir über das weitere Vorgehen beraten und viel herumlamentieren, verkaufen Derk und Seboldt die Holzladung von unserem Schiff. Wir entscheiden uns schließlich, weitere Erkundungen zum Zirkel der Neun einzuholen und treffen ein weiteres Mal in der Hafenkneipe „Sackgasse“ den Zwerg Marak, der Schneeschuppe versteckt hielt und bis zu seinem Tod versorgte. Ich überrede Marak uns zu dem Ort zu führen, an dem Schneeschuppe sich versteckte, schließlich entdeckt und von den Angehörigen des Zirkels der Neun ermordet wurde.

Zwischenzeitlich spricht uns ein anderer Zwerg namens Dwalan an, der uns von einem fallengesicherten Schacht mit Eisen- und Silbervorkommen berichtet, den es zu erkunden gibt. Die Geschichte klingt sehr interessant, doch kann uns Dwalan nicht so recht überzeugen, warum ausgerechnet wir ihm eine Hilfe sein sollen. Wie sich kurze Zeit später herausstellt ist Dwalan ein bekannter Dieb, der bereits einmal wegen seiner krummen Geschäfte von Erzberg verbannt wurde. Offenbar meiden ihn die anderen Zwerge und er spricht häufig Reisende an, ihn bei seinen Diebereien zu helfen.

Schließlich brechen wir gemeinsam mit Marak zu Schneeschuppes Vesteck auf. Dort finden wir noch einige Blutspuren und halb unter Geröll verborgen ein Segeltuch. Eine kurze Untersuchung durch Derk zeigt, dass es sich um das gesuchte Tuch mit der magischen Aura handelt. Wir entschließen uns, das Tuch vor Ort zu verbrennen. Weitere Spuren oder Hinweise finden wir nicht. Auch weitere Nachforschungen in Eisenhafen zum Zirkel der Neun bringen keine neuen Erkenntnisse.

Wir kaufen Metallschrott ein und setzen unsere Reise mit dem Ziel Reichlich fort. Dort erwarten wir einen guten Preis für die Ladung und ich hoffe auf neue Abenteuer während der Reise. Hale verabschiedet sich von uns, denn er will seine Reise von Eisenhafen aus in andere Richtung fortsetzen.

Einige Wochen nach unserer Abreise in Erzberg wird meine Abenteuerlust auf tragische Weise erfüllt: Wir treffen auf eine trudelnde Jolle der Kuriergilde. Das Schiff, die „Hoppetosse“, ist stark beschädigt und am Steuer kniet ein erschöpfter Ork, den wir mit an Bord unserer Wolkenreiter nehmen. Der Ork mahnt uns zur Vorsicht und warnt uns vor den Himmelspiraten, die sein Schiff angegriffen haben. Kurz darauf sehen wir auch schon eine Galeone auf uns zusteuern. Wir sehen uns gegenüber diesem schwer bewaffneten Schiff unterlegen und versuchen zu fliehen. Doch das Piratenschiff ist in voller Fahrt, erreicht schnell unsere Wolkenreiter und rammt sie mit dem Dorn am Bug. Es beginnt ein erbitterter Kampf, bei dem wir heftigste Verluste hinnehmen müssen:

Derk wird bereits beim Aufprall so schwer verletzt, dass er regungsunfähig an Deck liegen bleibt. Der Ork-Kurier unter Deck stirbt durch den heftigen Aufprall, bei dem die Wolkenreiter schwer beschädigt wird. Alnor und Fargas sterben im harten Kampf gegen die angreifenden Piraten. Horshgorbel wird schließlich so schwer an der Hüfte verletzt, dass er zu Boden geht und liegen bleibt. Besonders tragisch trifft uns das Ungeschick unseres Kapitäns Seboldt: Beim Versuch auf das gegnerische Schiff zu springen unterschätzt er offenbar die Entfernung und stürtzt in die Tiefe der Himmel hinab.

So stark demoralisiert stehen wir kurz vor der endgültigen Niederlage, doch Talahier und ich kämpfen ums nackte Überleben gegen die letzten Piraten. Seite an Seite schlagen wir zuletzt auf den Piratenkaptain ein. Mit letzter Kraft, Kampfgeschick und etwas Glück gelingt uns schließlich der Sieg über die gegenerische Übermacht.

Der letztliche Sieg erfüllt mich mit Stolz, doch unsere Verluste sind wahrhaft tragisch: Wir haben unseren Anführer und zwei treue Besatzungsmitglieder in der Schlacht verloren. Horshgorbel und Derk sind schwer verletzt und für längere Zeit geschwächt. Wir stehen auf der Galeone „Schattenrose“, welche sich mit dem Rammbock am Bug in unsere Wolkenreiter verkeilt hat. So liegen wir einige Wochen in den unendlichen Weiten der Himmel und versuchen, die beiden Schiffe zu trennen. Ich bestehe auf eine Rettung der Wolkenreiter, da diese wendige Schaluppe unsere einzige Möglichkeit einer schnellen Flucht darstellt. Die Schattenrose können wir mit nur vier Mann Besatzung nur sehr langsam und mit großer Anstrenung steuern.

Nach der erfolgreichen Trennung der beiden verkeilten Schiffe entscheiden wir uns zur Reise nach Schattenhafen, welches wir am nächsten zu unserem aktuellen Standort vermuten. Die Hoppetosse lassen wir zurück, während wir mit jeweils nur zwei Mann Besatzung die Wolkenreiter und die Schattenrose in Richtung Schattenhafen steuern.

Nach vielen trostlosen Wochen im Glühen erreichen wir unser Ziel. Während unseres Aufenthalts in Schattenhafen lamentieren wir lange und viel über unsere nächsten Schritte. Nach Seboldts Verlust fehlt uns ein Kaptain und dessen klare Entscheidungen. Ich wehre mich gegen die Pläne, unsere aufgerüstete Wolkenreiter zu verkaufen. Mir behagt der Betrieb eines großen Schiffes mit all der Verantwortung für eine große Besatzung und der entsprechenden Abhängigkeit nicht. Zu lange habe ich auf dem Schiff meiner Eltern diese erdrückende Verantwortung als Beraubung der eigenen Freiheit erlebt, welche mich schließlich auch von Bord des elterlichen Schiffes getrieben hat. Nach langem Lamentieren finden wir den Kompromiss, die große Galeone zu verkaufen und dafür eine etwas kleinere Fregatte zu erwerben. Unsere treue Wolkenreiter behalten wir als wendiges und unauffälliges Begleitschiff auf unseren zukünftigen Missionen.

In Schattenhafen verkaufen wir also die Schattenrose für einen ordentlichen Preis von 60.000 Rädern. Nachdem Seboldt über Bord ging, ist es nun zunächst meine Aufgabe, gute Preise im Handel zu erzielen. So verkaufen wir auch unsere Beute und die Metallschrottladungungen aus Erzberg. Wir erstehen eine stattliche Fregatte für 30.000 Räder und lassen einige Verbesserungen an den Laderäumen und den Anbau eines Rammbocks am Bug ausführen.
Derk ernennen wir zum Kapitän unseres neuen Schiffes, während ich mich zunächst um die fachmännische Reparatur der Schäden an unserer Wolkenreiter kümmere. Bevor wir die Wolkenreiter aufgeben, erkläre ich mich bereit, dort das Kommando zu übernehmen. Talahier soll nun unser Flottenmeister sein.

Wir benötigen nun eine verlässliche Besatzung für das neue Schiff.
Fortsetzung folgt…

Meine Mitstreiter sind herzlich eingeladen, die Ausführungen mit weiteren Informationen zu ergänzen oder nötigenfalls zu korrigieren.

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