Gestern waren Alston und seine Gefährten wieder in Aktion.

Nach dem üppigen Festmahl am Abend übernachten wir wieder im Hause Boltar. Am nächsten Morgen werden wir mit einem reichhaltigen Frühstück begrüßt. Boltar berichtet uns davon, dass einer seiner Geschäftspartner Probleme hat: Der Zwerg Erkenbrand betreibt eine Manufaktur, in der er aus den Erzen hochwertige Waffen und Werkzeuge zwergischer Machart fertigt. Seit ein paar Wochen verschwinden nun immer wieder Arbeiter spurlos.

Wir willigen ein, uns die Sache einmal anzuschauen und fahren mit Boltar nach dem Frühstück in die Stadt. Vom Handelshaus begeben wir uns zu Erkenbrands Manufaktur und bitten um ein Gespräch mit diesem. Tatsächlich werden wir schließlich zu Erkenbrand geführt, einem alten stämmigen Zwerg mit weißem Bart, der sich in Begleitung eines jüngeren Zwergen mit roten Haaren und gestutzem Bart befindet. Wir platzen sofort heraus mit unserem Anliegen und bieten unsere Hilfe an. Erkenbrand scheint zunächst überrascht. Es ist ihm offenbar unangenehm das Vertreter anderer Völker von seinem Problem wissen. Wir sichern ihm volle Diskretion zu und bestätigen, dass wir den seltsamen Fällen der verschwundenen Personen nachgehen werden. Erkenbrand berichtet uns, dass seit einem Monat etwa 15 Personen verschwunden sind. Meistens verschwinden die Leute nachts auf dem Weg von oder zur Arbeit. Kürzlich ist eine ganze fünfköpfige Familie verschwunden und zuletzt ein Kleriker, der mit der Aufklärung des Falles beauftragt wurde. Die verschwundenen Personen scheinen keinerlei Gemeinsamkeiten zu haben: Es sind Zwerge, aber auch Menschen betroffen, Männer wie Frauen und auch Kinder. Die verschollenen Personen sind verschiedenen Alters und gingen verschiedenen Tätigkeiten nach. Außerdem verteilen sich die Fälle über das gesamte Viertel.

Wir entscheiden uns, zunächst das verlassene Haus der verschwundenen Familie aufzusuchen und dort die Spuren zu sichern. Der junge Zwerg, der sich als Telmar Eisenhand vorstellt, begleitet uns. Er war wohl ohnehin gerade beauftragt, der Sache auf den Grund zu gehen. Am Ort des Geschehens schauen wir uns im Haus und vor dem Haus um. Mir fällt sofort ein leicht süßlicher Geruch nach Tod und Verwesung auf, der noch leicht in der Luft liegt. Ich mache mich daran, Spuren im Eingangsbereich zu suchen. Tatsächlich entdecke ich Kartzspuren wie von Klauen am Eingang. Im Garten vor dem Haus erkenne ich einen Abdruck wie von einer nackten Ferse eines Menschen. Telmar fallen auf der Rückseite des Hauses Schäden am Dach auf. Eine Leiter lehnt bereits am Dach, als wolle man die zerbrochenen Dachschindeln auswechseln. Doro wendet seine bemerkenswerte Fähigkeit an, mit Tieren zu sprechen: Er hat ein Mauseloch entdeckt und versucht nun mit Hilfe von Käse und Speck eine kleine Maus über die Ergeignisse auszufragen. Ein wahrhaft ungewöhnlicher Anblick! Wie uns Doro später berichtet, konnte er tatsächlich von der Maus einige Informationen erhalten: Kurz bevor die Zwergenfamilie verschwand klopfte es an der Tür. Eine furchteinflößende Stimme war zu hören und es wurde plötzlich kalt. Dann vernahm die Maus einen Schrei der Familienmutter bevor die ganze Familie bis zum heutigen Tag verschwand.

Samson schaut sich derweil in der Nachbarschaft um und entdeckt im Haus nebenan einen Bewohner, der vielleicht etwas bermekt haben könnte. Wir begeben uns zu dem Nachbarn, um ihn zu befragen. Es handelt sich um Kalmut Donnerfaust, der vor einigen Tagen einen blasshäutigen Menschen vor dem Haus bemerkte. Obwohl dieser Mann angeblich recht freundlich war und mit den Kindern unterhalten hat, wirkt Donnerfaust ängstlich und eingeschüchtert.

Wir wollen noch weitere Nachbarn und Passanten in der Umgebung nach Hinweisen befragen, um herauszufinden was hier vorgefallen ist Anschließend wollen wir uns noch weitere Tatorte ansehen, um Schlüsse zum Tathergang ziehen zu können.

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