Gestern haben wir außer der Reihe eine längere Spielsitzung unter freiem Himmel abgehalten. Da wir den ganzen Nachmittag Zeit für das Rollenspiel hatten, sind wir ein ganzes Stück voran gekommen und unsere Charaktere sind eine Stufe aufgestiegen.

Das erlebten Alston und seine Gefährten:

Samson verspürt eine leichte Schwäche und begibt sich ins Gästezimmer, um sich auszuruhen. Cantaras, Doro und ich beraten kurz im Garten über das weitere Vorgehen bis ich bemerke, dass wir von einem der Fenster aus offenbar beobachtet und belauscht werden. Um die hauptverdächtige Zofe Mirielle in Sicherheit zu wiegen, beschließen wir die Magd Urella in die Stadt zu schicken, um wichtiger Kräuter für die Versorgung meiner Oberschenkelverletzung zu besorgen.

Während Doro im Haus mit Haltor und Mirielle spricht, befragen Cantaras und ich im Garten den Gärtner über die Vorkommnisse der letzte Tage.

Plötzlich eilt Haltor aus dem Haus heraus zum Eingangstor und ruft eine Kutsche. Wir erfahren, dass es Mirielle wieder schlechter geht. Sie soll von einer Kutsche nach Hause gebracht werden und Doro will sie begleiten, damit ihr nichts zustößt. Die Kutsche fährt mit Mirielle und Doro ab, während Haltor sichtlich gereizt und verärgert ist.

Cantaras und ich nutzen die Gelegenheit und befragen noch einmal Haltor nach Vorkommnissen der letzte Zeit, um seine Aussagen mit denen der anderen Bediensteten abzugleichen. Nachdem wir die Befragung beendet haben, lassen wir uns von dem Gärtner um das Haus führen und schreiten den üblichen Weg der Wache ab. Anschließend schaut sich Canatars den Werkzeugschuppen des Gärtners an und überredet ihn, uns zum Keller Einlass zu gewähren.

Der Keller ist mit selbstentzündenden Fackeln versehen, die den dunklen Raum gut ausleuchten. Gut genug, um zu bemerken, dassvor kurzer Zeit eine Kiste verschoben wurden, die nach näherer Untersuchung alte Kleidung und Stoffe enthält. Der Gärtner ist verunsichert und fürchtet, entdeckt zu werden. Wir entlassen ihn wieder in Freie zu seiner Arbeit, während wir mit großen Interesse eine Luke im Boden unter der Kiste finden. Wir öffnen die verriegelte Falltür und stehen vor einem Loch in die stinkende Kanalisation. Hier könnten sich Einbrechen von außerhalb Zutritt verschaffen. Allerdings muss zuvor jemand die Kise zur Seite schieben und den Riegel der Luke öffnen. Wir lassen die Luke offen stehen und begeben uns unbemerkt wieder nach draußen in den Garten, um von dort Haltor aufzusuchen. Wir bitten ihn, uns in den Keller zu führen und konfrontieren ihn so mit der geöffneten Luke im Boden. Die Entdeckung führt bei Haltor zu merklicher Verunsicherung. Der Leibdiener ist geschockt und als von draußen die Rufe unseres kleinen Gefährten Doro ertönen, lassen wir Haltor einen Moment am Fuße der Kellertreppe sitzend zurück.

Doro treibt uns zur Eile und meint, wir müssten sofort in die Stadt zum flötenden Eber. Er hat offenbar einiges herausgefunden und erzählt uns auch, dass Mirielle die Tat bereits zugegeben hat. Nun ist Mirielle wieder hier im Haus und ruht sich in ihrem Zimmer aus.

Ohne genau zu wissen, was eigentlich der Plan des kleinen Mannes ist, hole ich Samson dazu und greife mir bei dieser Gelegenheit meine Waffen. Man weiß ja nie. Doro bittet Haltor um Unterstützung und dieser willigt ein, dass uns eine der Wachen begeleitet. Gemeinsam fahren mit der Kutsche zurück in die Stadt und Doro berichtet uns unterwegs von seinen Erkenntnissen.

Unsere Kutsche erreicht schließlich den flötenden Eber, in dem heute der letzte Auftritt eines Barden namens Morvell stattfinden soll. Morvell scheint der Geliebte von Mirielle zu sein und sie hat ihm Einlass in das Haus Boltar durch die Luke im Kellerboden gewährt, um das Amulett zu stehlen. Nach einigen Überlegungen und kurzer Diskussion begeben wir uns in den Schankraum des flötenden Ebers aus dem uns bereits die Musik des Barden entgegen schallt. Wie wir bereits ahnten hatte Mirielle uns bereits dem singenden Barden beschrieben und vermutlich erkennt er uns direkt beim Eintreten in die Taverne. Er bewegt sich zunächst noch singend in Richtung Hinterausgang. Morvells Musik fasziniert mich. Ich lausche ihm gebannt, während er sich zum Rand der Bühne bewegt, ao er sich jedoch in einer Schnur verfängt und auf die Bühne stürzt. Dann überschlagen sich die Ereignisse: Cantaras ist an Morvells Seite und schlägt auf diesen ein. Auch Doro ist an der Bühne während ein furchtbarer Ork auf unseren kleinen Gefährten zurennt und einen gefährlichen Morgenstern schwingt. Ich ziehe meinen Bogen und schieße zwei Pfeile auf den Ork. Bevor ihn mein zweiter Pfeil zu Boden streckt, erwischt er mich mit seinem großen Morgenstern. Die Dornen bohren sich in meine Brust und mir stockt einen Moment der Atem. Nachdem der Ork besiegt ist müssen wir feststellen, dass der Barde fort ist. Ich sehe Cantaras durch den Hinterausgang verschwinden. Auch Samson rennt in diese Richtung. Doro rennt nach vorne zum Haupteingang. Ich folge Cantars und Samson und es beginnt eine Verfolgungsjagd, die schließlich in einer dunklen stinkenden Seitengasse endet. Am Ende der engen Gasse erreichen wir einen geöffneten Schacht zu Kanalisation. Während Doro und Cantaras mich an dieser Stelle erwarten, springt Samson direkt in die dunkle Öffnung…

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