Eine Besonderheit der aktuellen Version des fertigkeitsbasierten Rollenspiels ist Bestimmung des Erfolgs einer Fertigkeitsprobe durch die Zahl der Erfolge und nicht durch die Höhe des einzelnen Würfelwurfs.

Wer den Wert seines Charakters in der relevanten Fertigkeit unterwürfelt oder erreicht, erzielt einen Erfolg. Wer überwürfelt erzielt einen Misserfolg. Für bestimmte Aktionen werden mehrere Erfolge benötigt. Sobald ein Wurf misslingt, misslingt die gesamte Probe für den betreffenden Charakter.

Interessant ist dieser Mechanismus insbesondere im Kampf.

Je gezielter ein Angriff sein soll, desto mehr Erfolge sind nötig. Ein gezielter Schlag z.B. auf die Augen des Gegners gelingt nur mit 5 Erfolgen. 5 Erfolge sind nötig, um den Gegner direkt außer Gefecht zu setzen.

Wundstufen in Abhängigkeit der erzielten Erfolge

Wundstufen in Abhängigkeit der erzielten Erfolge

Der Kampf ist dabei auf die reinen Fertigkeitsproben reduziert. Es gibt keine gesonderten Würfe zur Ermittlung der Schadenshöhe. Außerdem gibt es auch keine getrennten Würfe für Attacke und Parade. Die gegnerischen Parteien machen jeweils eine Probe auf ihre Kampffertigkeiten. Die Zahl der Erfolge wird saldiert und der Charakter mit der geringsten Anzahl an Erfolgen erleidet die entsprechende Verletzung.

Beispiel: Eiric kämpft gegen einen Ork im Nahkampf. Eiric hat einen Fertigkeitswert von 16 in Kämpfen. Er versucht einen gezielten Schlag gegen den Ork und will diesem eine schwere Verletzung zufügen (4 nötige Erfolge = 4 Würfel). Der Ork (Kämpfen 12) setzt sich zur Wehr und greift in blinder Zerstörungswut an (3 nötige Erfolge = 3 Würfel).

Fall 1: Eirics Spieler würfelt mit 4 W20 folgende Werte: 12, 15, 8, 3. Somit erzielt er die 4 nötigen Erfolge. Die Spielleitung würfelt für den Ork mit 3 W20 folgende Werte: 4, 11, 7. Damit erzielt er ebenfalls die gewünschten Erfolge. Saldiert hat Eiric einen Erfolg mehr als der Ork erzielt und kann so einen Kratzer verursachen.

Fall 2: Eirics Spieler würfelt mit 4 W20 folgende Werte: 11, 16, 4, 18. Somit erzielt er einen Misserfolg. Die gesamte Probe misslingt. Die Spielleitung würfelt für den Ork mit 3 W20 folgende Werte: 4, 11, 7. Damit erzielt er die gewünschten Erfolge. Mit drei Erfolgen erzielt der Ork eine mittelschwere Verletzung bei Eiric.

Fall 3: Eirics Spieler würfelt mit 4 W20 folgende Werte: 12, 15, 8, 3. Somit erzielt er die 4 nötigen Erfolge. Die Spielleitung würfelt für den Ork mit 3 W20 folgende Werte: 13, 15, 6. Damit misslingt die gesamte Probe. Eiric hat verursacht mit seinen 4 Erfolgen eine schwere Verletzung bei dem Ork.

Die Werte in den Kampffertigkeiten können durch besondere Ausrüstung (Waffen, Rüstungen etc.) modifiziert werden. Dabei verzichte ich jedoch auf lange Tabellen mit vielen unterschiedlichen Waffen. Weitere Modifikationen entstehen durch besondere Situationen (Überraschung, Sichtverhältnisse, Verfassung, Deckung etc.).

Der Kampf in Überzahl wird in der Weise berücksichtigt, dass die Fertigkeitsproben als Gruppenaufgabe abgehandelt werden. Stürzen sich zum Beispiel meherere Charaktere auf einen Ork, um diesen außer Gefecht zu setzen, so werden die Erfolge aller beteiligten Charaktere addiert. Ein missglückter Wurf führt nur zum Misserfolg für den betreffenden Charakter und nicht für die ganze Gruppe.

Nun gilt es, diesen Mechanismus im praktischen Spiel zu testen und auf die Probe zu stellen…

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