Alston auf Abenteuer

Alston auf Abenteuer

Nach fünfwöchiger Spielpause ging es gestern endlich weiter im Abenteuer um Alston und seine Gefährten.

Vor uns liegt das Ziel der Reise: Die Metropole Melvaunt, deren 25 Meter hohe Stadtmauer immer wieder ein beeindruckender Anblick ist. Gerade eben haben wir noch den Großteil der Karawane vor den nahenden Orkhorden in Sicherheit gebracht und Minuten später stehen wir in den belebten Straßen der Stadt. Die Karawane zieht weiter zum Handelshaus Boltar. Kormag entlässt mich bereits jetzt aus dem Dienst und bittet mich am Abend gemeinsam mit Samson, Cantaras und Doro zum Handelshaus. Wir beschließen, uns zunächst ein wenig zu stärken. Doro wurde die Taverne „Flötender Eber“ empfohlen. Ich bin nicht ganz zufrieden mit der Wahl, handelt es sich doch um eine recht überlaufene Taverne direkt am Viehmarkt. Samson und ich machen uns direkt auf den Weg zum Flötenden Eber während sich Cantaras zu einem Medicus begibt, um seine Wunden versorgen zu lassen. Doro schlendert zwischen den Marktständen umher und ist beeindruckt von irgendwelchen exotischen Vögeln, als ich ihn zuletzt sehe.

Wir treffen uns schließlich am Flötenden Eber wieder und Doro stellt uns seine neu erworbene Nachtigall „Socke“ vor. Doro ist schon ein verückter Kerl und ich kann mir ein Lächeln nur schwer verkneifen, als ich den hölzernen Vogelkäfig auf dem Rücken des kleinen Mannes sehe. Als wir uns in der Taverne einen freien Tisch suchen, hat Doro nichts besseres zu tun, als einige Wächter vom Markt zu uns einzuladen. Doro erzählt den Männern Geschichten die gerade mal ein Fünkchen Wahrheit besitzen und provoziert sie mit Anspielungen. Immerhin können wir von den Männern erfahren, dass es in den vergangenen Tagen häufiger Angriffe durch Orks vor der Stadt gab. Erwartete Karawanen haben Melvaunt nicht erreicht. Außerdem legt uns einer der Wächter nahe, uns bei der Abenteurergilde zu melden. Wir nehmen uns vor, der Gilde tatsächlich einen Besuch abzustatten, um näheres zu erfahren.

Nach dem Abendessen verlassen wir den Flötenden Eber und suchen Kormag am Handelshaus Boltar auf. Kormag übermittelt uns seinen besonderen Dank für die Unterstützung und händigt jedem von uns eine Belohnung von 50 Goldstücken aus. Außderdem erhalten wir eine Einladung zu Herrn Boltar im Adelsviertel am nächsten Mittag. Wir erfahren außerdem, dass die gerettete Bauernfamilie erst einmal in Melvaunt untergekommen ist und das die Karawane voraussichtlich erst in einem Monat den Rückweg antritt.

In einer Baracke am Handelshaus erhalten wir die Möglichkeit zur kostenfreien Übernachtung, die wir sehr gerne annehmen. Nach dem anstrengenden Tag legen wir uns zur Ruhe. Vor dem Einschlafen behandele ich meine Verwundung am Oberschenkel erneut. Ich bin erstaunt, wie gut sie schon verheilt ist, trotz der Belastung des Tages.

Am nächsten Tag erledigen wir in Melvaunt einige Dinge. Auf dem Plan stehen neben Einkäufen ein Besuch im Badehaus und beim Schneider, damit wir am Mittag frisch, sauber und mit ordentlicher Kleidung Herrn Boltar aufsuchen können. Ich kaufe außerdem eine Heilertasche und erstehe bei einem Kräuterhändler etwas Langwurz, Waldlilienblüten und getrocknete Rotbuchenschwämmchen. Aus diesen Zutaten werde ich später nach dem Rezept meiner Mutter ein schnell wirkendes heilsamens Kräuterpulver herstellen.

Fortsetzung folgt…

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