Gestern ging es für Alston und seine Gefährten weiter mit der Karawane durch die Ebenen westlich von Mevaunt:

Alston in Aktion

Alston in Aktion

Auch nach meiner Behandlung bleibt der schwer verletzte Bauer bewusstlos, doch es geht ihm bereits etwas besser. Sein Zustand scheint erst einmal stabil zu sein. Er benötigt nun Ruhe, um seine Verletzungen zu regenerieren und das Erlebte zu verarbeiten.

Ich geselle mich zu Cantaras, Doro und Samson. Gemeinsam reden wir über die Ereignisse des Tages und die möglichen Gefahren, die noch vor uns liegen, während das erlegte Wildschwein über dem Feuer gegart wird.

Als Cantaras und Doro das Gespräch auf meine verfluchte Stimme lenken, ziehe ich es vor, noch einmal in Ruhe nach meiner Oberschenkelverletzung zu schauen. Die Naht beginnt bereits zu heilen und ich erwarte keine größeren Einschränkungen am nächsten Tag. Die schnelle Behandlung der Wunde hat offenbar positive Wirkung gezeigt.

Nach dem Abendessen erfahre ich von Kormag, dass er Jalun und weitere Reiter ausgeschickt hat, um die Straße vor uns zu erkunden. Da nun einige Wachen im Lager fehlen, erkläre ich mich bereit, zwei Nachtwachen zu halten. Ich begebe mich früh zur Ruhe, um die nächtliche Wache einigermaßen ausgeruht antreten zu können. Ich falle in einen unruhigen und traumreichen Schlaf. Als mich ein Alptraum erwachen lässt, schaue ich mich um: Es herrscht Unruhe im Lager. Auch meine Begleiter finden offenbar keinen ruhigen Schlaf. Dass die Zug- und Reittiere ebenfalls sehr unruhig sind, besorgt mich. Gegen Mitternacht trete ich meine Wache an. Wie vereinbart gehe ich zu Cantaras, der bereits auf mich wartet. Gemeinsam gehen wir um die Wagenburg herum und beobachten die Umgebung. Ich versuche eines der Pferde zu beruhigen, was mir jedoch nicht gelingt. Die Tiere sind sehr aufgeregt. Es droht ganz offensichtlich eine unmittelbare Gefahr.

Cantaras zeigt mir seinen treuen Begleiter, eine Ratte, die in einer Tasche seiner Robe lebt. Mit merkwürdigen Gesten sendet er das Tier aus und scheint sich anschließend auf eben diese Ratte zu konzentrieren. In diesem Magier steckt noch mehr, als wir an diesem Tage erleben durften…

Doro und Samson, die offenbar vom scheuenden Pferd geweckt wurden, treten zu uns, kurz bevor Cantaras‘ Ratte zurückkehrt. Cantaras ist besorgt und berichtet von einer Gefahr, die sich von Norden dem Lager nähert. Doro bestätigt seine Vermutung und ich frage mich, woher der kleine Mann seine Informationen hat.

Wir verlassen die Wagenburg und wollen schauen, welche Gefahr außerhalb des Lagers uns derart beunruhigt. Plötzlich steht der wohlhabend gekleidete Mann bei uns, den ich an diesem Abend noch gar nicht gesehen habe. Mit ruhiger Stimme berichtet er von Orks, die sich um unser Lager zusammenrotten. Wir beschließen, uns ins Lager zurückzuziehen und uns auf einen Überfall vorzubereiten. Ich Laufe zu Kormag und berichte ihm von unserer Vorahnung. Sofort schlägt Kormag Alarm und läutet die Glocke, um die schlafenden Wachen zu wecken.

Bereits sind Bewegungen außerhalb des Lagers zu erkennen und eine erste Wache geht zu Boden, als sie von einem Pfeil getroffen wird. Weitere Pfeile werden in das Lager geschossen. Ich begebe mich umgehend zu einem der nördlichen Wagen und beginne meinerseits mit dem Pfeilbeschuss der Angreifer.

Als aus dem Lager leuchtende Gegenstände geworfen werden, die von ihrer Beschaffenheit ein wenig an Kartoffeln erinnern, lässt der Pfeilbeschuss auf uns zunächst nach. Ich spüre, wie der Zorn und die Wut in mir aufsteigen. In dieser Anspannung konzentriere ich mich auf die Dunkelheit außerhalb der Wagenburg und warte darauf, den nächsten Angreifer unter Beschuss nehmen zu können.

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