In unserem gestrigen Rollenspiel traf mein Alston mit seinen Gefährten zum ersten Mal im Spiel auf seine verhassten Erzfeinde: Orks. Doch der Reihe nach:

Siegreicher Alston

Siegreicher Alston

Ich warne die Karawane und die Wachen mit Hilfe meines Horns und weise so auf eine drohende Gefahr hin. Was auch immer in diesem Wald vorgeht, es sind nur wenige Meter vom Waldrand zum Weg, auf dem sich die Karawane befindet. Größte Vorsicht ist somit geboten.

Schon einen kurzen Augenblick nach meiner Warnung prescht ein großes Wildschwein auf mich zu. Ohne zu zögern rammt es seine Hauer in meinen linken Oberschenkel. Das Tier ist selbst verletzt: In seiner Seite steckt ein abgebrochener Orkspeer. Es entbrennt ein Kampf, in dem Cantaras seine Magie einsetzt: Zu meiner Verwunderung schießt er eine Art Säuregeschosse auf das wilde Tier. Auch zwei Wachen eilen mir zur Seite, um zu helfen. Eine der Wachen wird dabei sehr schwer verletzt. Samson gelingt es schließlich, das Wildschwein mit gezielten Handschlängen zu erlegen. Seine Kraft taugt nicht nur für kleine Kunststücke, sondern kann auch Leben retten.

Nachdem das Tier besiegt ist, halte ich Ausschau nach den Orks, die das Tier durch die Verletzung zu angestachelt haben. Doch es droht zunächst keine weitere Gefahr. Ich versorge meine Wunde am Oberschenkel und Doro erweist sich dabei als ein guter Helfer. Die Fleischwunde ist tief, so dass sich sie nähen muss, um weiterhin meiner Aufgabe nachgehen zu können. Die schwer verletzte Wache wird auf einen der Wagen gebracht und durch Grusella versorgt.

Wir entscheiden uns, schnell weiter zu ziehen, denn die Anzeichen für Orks mehren sich und die Straße wirkt seit Stunden merkwürdig verlassen. Kormag bietet mir an, wegen meiner Verletzung eine Position auf den Wagen einzunehmen, doch ich lehne ab. Es ist meine Aufgabe, die Umgebung auszuspähen und fürhzeitig auf drohende Gefahren hinzuweisen. Auf dem Kutschbock bin ich der Karawane wenig hilfreich. Es wird jedoch entschieden, dass Samson mich begleiten wird. Nach meinem ersten Eindruck von seinen Fähigkeiten im Kampf bin ich über seine Begleitung durchaus erfreut.

Dier Karawane zieht weiter über die Ebene und wir nähern uns der Rauchfahne, die ich schon den ganzen Tag gesehen habe. Ich erkenne schießlich vier Gebäude, die nach einem Feuer offenbar noch glimmen. Samson läuft zurück zur Karawane, um Kormag von der Entdeckung zu berichten. Ich behalte die ausgebrannten Gebäude im Blick. Plötzlich tauchen Cantaras und Doro hinter mir auf. Kurz darauf kehrt Samson zurück. Er hat den Karawanenführer informiert, doch dieser will keine Zeit verlieren und führt die die Karawane weiter. Wir haben seine Genehmigung, uns bei den Gebäuden, es handelt sich offenbar um die Häuser eines Bauernhofs, näher umzusehen.

So schleichen wir uns zu viert näher an das Gehöft heran. Wir vernehmen Rufe und Gesang aus orkischen Kehlen. Ich spüre einen unanganehmen Druck in mir. Es ist als würde ich die Kontrolle verlieren. Ich muss mich zusammenreißen. So vereinbaren wir, dass ich zunächst einige Meter von den Gebäuden entfernt stehen bleibe, während sich meine Gefährten zum Hof schleichen. Ich werde sie warnenm sobald sich die Situation verändert. Für den Fall einer Entdeckung habe ich einen Pfeil aufgelegt. Zwischen den Gbeäuden stehen Pferde, die Doro auf wundersame Weise beruhigt, so dass sie nicht scheuen.

Ich bemerke, dass Cantaras offenbar einen Zauber vorbereitet: An der Ecke eines Hauses beginnt er zu gestikulieren und murmelt etwas. Um zu sehen, was dort wohl sein mag, bewege ich mich einige Schritte nach links, so dass ich zwischen den Häusern zum Hof hindurchsehen kann und… ORKS! Erinnerungen werden wach als ich sehe, wie vier Orks einen gefesselten Menschen foltern. Meine Pfeilhand entspannt sich. Der Pfeil findet seinen Weg mitten in den Rücken eines der Orks, der sofort rücklings umfällt und reglos liegen bleibt. Dann geht alles ganz schnell: Cantaras Zauber scheint Wirkung zu entfalten: Zwei weitere Orks auf der anderen Seite des Feuers, von dem der Rauch aufsteigt sacken in sich zusammen. Samson ist bei ihnen und haucht ihnen mit gezielten Angriffen das Leben aus. Der vierte Ork unternimmt einen Fluchtversuch. Er sitzt bereits im Sattel eines der Pferde als ihn mein Pfeil trifft und zu Boden wirft. Anschließend versenke ich mein Schwert in der Brust dieser grausamen Kreatur. Tief in mir bin ich für einen Augenblick über meine Grausamkeit erschrocken, doch die Genugtuung der Rache an den Orks überwiegt.

Ich bin froh, dass ich gemeinsam mit Samson, Cantaras und Doro die Orks besiegen konnte. Es gelingt uns außerdem die ganze Familie, die hier einmal lebte zu befreien. Der Bauer ist schwer verletzt und versorge seine Wunden soweit, dass wir ihn zur Karawane transportieren können. Seine Frau und die beiden Kinder sammeln die nötigsten Dinge zusammen und gemeinsam kehren wir zur Karwane zurück. Ich bitte Jalun, der uns vom Weg her entgegen kommt, die Karawane einen Moment anzuhalten.

Bei Rückkehr an der Karwane erstatten wir Kormag Bericht, bereden kurz die Lage und entschieden, schnell weiter zu ziehen. Möglicherweise handelte es sich bei den Orks um eine Art Spähtrupp und weitere Orks befinden sich in der Nähe. Kormag wirkt nicht nur um die Karawane besorgt. Sein Mitgefühl gilt offenbar auch der Familie, die heute alles verloren hat und nur knapp mit ihren Leben davon kam. Kormag ist nicht nur ein ein knallharter Geschäftsmann. Er hat scheinbar auch ein großes Herz, was mich für einen Moment durchaus überrascht.

Mit einem gewissen Stolz über die Rettung der Bauernfamilie aus den Fängen der Orks setzen wir unseren Weg fort. Ich nehme meine Position ein und wir ziehen in die Abenddämmerung und schlagen schließlich das Lager für die nächste Nacht auf. Der schwer verletzte Bauer bereitet mir Sorge: Die Orks haben im schwerste Verletzungen am ganzen Körper zugefügt. Während das Lager aufgebaut wird, helfe ich bei der Versorgung des verwundeten Mannes.

Advertisements