Als Ergänzungen zum gestrigen Beitrag über den Krampf mit dem Kampf folgt hier nun eine erste Variante der Umsetzung wie sie für mein Hausrollenspiel FeBaRoS denkbar ist.

Ich beschränke mich weiterhin zunächst auf die Abwicklung von Nahkämpfen.

Es gibt eine Fertigkeit „Kämpfen“, die mit dem Beszugsattribut Geschicklichkeit verknüpft ist. Modifikationen durch hohe Geschicklichkeit erhöhen somit den Wert in Kämpfen.

Gewürfelt wird grundsätzlich mit einem 20-seitigen Würfel, wobei der eigene Fertigkeitswert zu unterwürfeln ist. Jeder Würfel, der den Fertigkeitswert nicht übersteigt, gilt als Erfolg. Die Anzahl der erzielten Erfolge beeinflusst den angerichteten Schaden. So verursacht man mit einem einfachen Erfolg einen Kratzer, mit einem doppelten Erfolg eine leichte Verletzung, mit drei Erfolgen eine schwere Verletzung und so fort.

Es würfeln jeweils die am Kampf beteiligten Personen. Ein Erfolg bedeutet, dass man sich erfolgreich behaupten kann und eine Verletzung verhindert. Der oben beschriebene Tatbestand kommt also erst dann zum Tragen, wenn ein Beteiligter einen Misserfolg hat.

Wer sich einen Vorteil verschafft bekommt einen Bonus auf seinen Kampfwurf. Da des einen Vorteil im Kampf des anderen Nachteil ist, werden nur Vorteile gegenüber dem Gegner berücksichtigt (Auf Abzüge soll zu Gunsten des Spielflusses verichtet werden). Einige mögliche Vorteile sind:

  • Kämpfen in Überzahl: +2 je zusätzlichem Angreifer auf einen gemeinsamen Gegner
  • Ablenkungsmanöver / Tricks: +2 für die nächste Runde
  • Überraschungsangriff / Hinterhalt: +5 für die Überraschungsrunde
  • Magische Effekte: speziell (+1 bis +5)
  • Besondere Kampfausrüstung (Waffe etc.): +1 bis +3

Ein Beispiel zur Verdeutlichung:

Ein Elf kämpft gegen einen Ork. Der Elf hat in der Fertigkeit Kämpfen einen Wert von 12 (einschließlich Bonus für Kampfausrüstung). Der Ork hat in Kämpfen einen Wert von 9. Mit W 20 erreichen die beiden folgende Ergebnisse:

Elf: 5 (Erfolg), 12 (Erfolg), 7 (Erfolg), 4 (Erfolg), 17 (Misserfolg)

Ork: 6 (Erfolg), 13 (Misserfolg)

Der Elf hat drei Erfolge mehr als der Ork bis zum ersten Misserfolg. Somit verursacht er in dieser Kampfrunde eine schwere Verletzung beim Ork (3 Erfolge).

Bei dieser Variante wird zwar in jeder Kampfrunde viel gewürfelt (insbesondere bei gleichwertigen Gegnern ist dies der Fall), dafür gibt es aber auch nur selten Runden, in denen nichts passiert. Es wird in jeder Runde solange gewürfelt bis ein Misserfolg auftritt. Nur wenn beide Gegner gleichzeitig einen Misserfolg würfeln, geht die Runde unentschieden aus.

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