Gestern haben wir nach dreiwöchiger Pause in sparsamer Besetzung unser Rollenspielabenteuer in der Dienstagsrunde fortgesetzt. Mein Charakter Alston hat dabei die nachfolgend geschilderten Ereignisse erlebt:

Alstons Abeteuer

Alstons Abeteuer

Ich stimme mich mit den übrigen Wachen ab und übernehme die Aufgabe des Spähers auf nördlicher Seite der Karawane. Unter den 20 Wagen der Karawane befinden sich drei Versogungswagen mit Vorräten, zwei Werkstattwagen mit Werkzeugen und Ersatzteilen für eventuelle Wagenpannen und Kormags Wagen, den er sich mit dem Schreiber der Karawane teilt. Die übrigen 14 Wagen sind mit Erzbarren beladen.

Cantaras hat auf einem der Wagen Platz genommen. Auch der kleine Geschichtenerzähler sitzt auf einem der Versorgungswagen.

Ich nehme meine Position auf der nördlichen Seite der Straße ein und laufe in mittlerem Abstand vor der Karawane her. Bis zum späten Nachmittag sind keine Gefahren erkennbar. Die Karawane reist sicher in Richtung Osten bis zum Flusslauf des Tank.

An der Furt treffen wir auf eine entgegenkommende Karawane, die Stoffe und Waffen aus Melvaunt nach Phlan bringt. Die Wachen der Karawane berichten mir von einer vorwiegend sicheren Reise. Lediglich ein kleiner Haufen Orks nördlich des Handelsweges wurde gesichtet. Zu einem Kampf kam es aber nicht. Nachdem die andere Karawane den Fluss an der Furt durchquert hat, werden die Wagen unserer Karawane durch das Wasser geführt. Zwei Stunden dauert es bis die schweren mit Erz beladenen Wagen sicher durch den Fluss gezogen sind. Es wird bereits dämmerig als die Karawane weiterziehen kann. Nahe des Flusses wird daher das Nachtlager aufgeschlagen.

Die Wagen werden zu einer Wagenburg zusammengestellt.  Ein kräftiges Abendessen wird bereitet, Wachen für die Nacht werden eingeteilt. Ich habe Glück und kann mich zunächst stärken und dann ein wenig ruhen, bevor ich die letzte Wache der Nacht antrete.

Beim Aufbau der Wagenburg bemerke ich einen wohlhabend gekleideten Mann, der einen der Versorgungswagen verlässt. Zuvor war mir dieser Herr nicht aufgefallen, der jetzt scheinbar voller Ungeduld zu Karawanenführer Kormag spricht. Ich schenke dem Mann zunächst keine weitere Beachtung.

In der Nähe des entfachten Feuers beginnt wieder der mittellose Mitreisende seine artistischen Kunststücke zu vollführen. Wieder missglücken ihm einige Tricks beim Jonglieren, doch ein wahrhaft beeindruckendes Bild gelingt dem Mann als er Feuer spuckt. Ich spende dem Künstler wieder einige Münzen für seine Darbeitung, als mich der kleine Geschichtenerzähler anspricht. Er stellt sich mir als Doro vor und fragt, warum ich ihn so angestarrt hätte. Als ich ihm klar mache, dass es sich um einen Irrtum handeln muss, beschreibt er einen Mann in auffällig guter Kleidung, mit dem er mich wohl verwechselt hat. Vermutlich handelt es sich um den Mitreisenden, der vorhin mit Kormag gesprochen hat.

Doro schreibt Geschichten von Heldentaten nieder und weiß allerlei Sagen aus der Welt zu berichten. Auch von der Mondsee kennt er Geschichten von Geisterschiffen und ähnlichen Gruseleien. Unterstrichen werden seine Geschichten von der klaren Vollmondnacht und dem unheimlichen Glockengeläut, welches von der fernen See zu kommen scheint.

Ich lege mich bald schlafen, um bei meiner Wache ausgeruht zu sein. Als ich geweckt werde, erfahre ich, dass Doro angeblich das gesamte Geschirr des Abends innerhalb kurzer Zeit abgewaschen hat. Wie mag der kleine Mann die anderen Wachen so getäuscht haben?

Meine Wache vergeht ruhig. Ich höre jedoch des Geheul von Wölfen in der Ferne. Ungewöhnlich ist, dass dem Wolfsgeheul aus nördlicher Richtung scheinbar eine Antwort aus östlicher Richtung folgt. Ich berichte den anderen Wachen von der Besonderheit und behalte die Ebene nördlich des Lagers bis zum Anbruch der Morgendämmerung im Auge.

Der nächste Tag des Abenteuers wird Inhalt des nächsten Spielabends sein. Ich bin gespannt auf die weiteren Ereginisse.

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