Nach den Überlegungen zu den physischen Attributen von Rollenspielcharakteren geht es nun um die mentalen Eigenschaften.

Die geistigen Stärken werden am Spieltisch teilweise durch die Spieler ausgespielt. Dies ist z.B. bei der Lösung von Rätseln oder der Kobinationsgabe bei Ermittlungen der Fall. Auch in Bezug auf das Wissen lassen sich manchmal Spieler- und Charakterwissen schwer trennen.

Aus meiner Sicht sind zwei mentale Attribute ausreichend und ich würde die folgende Aufteilung vornehmen:

  • Intelligenz steht für den Verstand, die Wahrnehmung, das Wissen und die Bildung, die Kombinationsgabe, die Auffassungsgabe, das Gedächtnis eines Charakters
  • Willenskraft steht für die mentale Stabilität, die Selbstbeherrschung /-disziplin, die innere Ruhe, die Ausgeglichenheit, die Konzentration, Magiefähigkeiten, die Stressresistenz, die Manipulierbarkeit und die geistige Widerstandskraft eines Charakters

Nicht ganz gebräuchlich ist die Zuorndung der Wahrnehmung zu Intelligenz. Dahinter steckt die Überlegung, dass zu einem wachen Verstand auch die Aufnahmefähigkeit und Wahrnehmungsfähigkeiten gehören.

Auch etwas ungewöhnlich ist die Zuordnung von magischen Fähigkeiten zur Willenskraft. Dahinter steckt der Gedanke, dass für das Wirken von Zaubern nicht in erster Linie das Wissen und Verständnis der Zauber gehört, sondern die Konzentration und die Selbstbeherrschung auf den zu wirkenden Zauber.

Vermutlich gibt es bei der obigen Aufteilung weniger Einwände als bei der Diskussion über die körperlichen Attribute von Rollenspielcharakteren, da viele Rollenspielsysteme genau die oben genannten Attribute gewählt haben. Dennoch freue ich mich über andere Meinungen und Diskussionsbeiträge.

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