Gestern war wieder Rollenspieldienstag. Die Ermittlungen der Spielercharaktere gingen wieder ein Stück voran. Im aktuellen Abenteuer geht es um die Aufklärung mysteriöser Mordfälle, bzw. versuchter Morde.

Dennoch wurden im laufenden Ermittlungsabenteuer einige Spuren übersehen oder nach einigen Spielsitzungen vergessen. Anderen Hinweisen schenken die Spielercharaktere mehr Aufmerksamkeit als diese verdienen. Das ist eine normale Entwicklung, die in einem bestimmten Rahmen sicher gewünscht ist. Schlielich soll die Lösung des Falles ja nicht zu leicht sein.

Nach dem gestrigen Spiel haben wir noch kurz über die Ursachen für die falsche Bewertung von Hinweisen und Spuren diskutiert. Als wesentliche Ursachen, welche die Ermittlungserfolge in derartigen Abenteuern reduzieren, konnten wir die folgenden Aspekte identifizieren:

  • lange Spielpausen zwischen den Spielsizungen
  • abwechselnd fehlende Spieler
  • fehlende Aufschreibungen der Spieler über die aktuellen Ermittlungsergebnisse
  • Ablenkung am Spieltisch
  • subjektive (auch absichtliche) Fehleinschätzung von Spuren und Hinweisen durch einzelnen Spieler

In einem gewissen Rahmen sind falsche Spuren und Hinweise gewünscht. Doch wenn der rote Faden gänzlich fehlt und die Spieler(charaktere) im Dunkeln tappen, dann können Motivation und Spielspaß darunter leiden.

Welche Möglichkeiten gibt es auf Spieler- und Spielleiterseite, die Ermittlungen in einem Rollenspielabenteuer zu einem erfolgreichen Ende zu führen?

Für die Spieler sind einige Notizen zu wichtigen Zeugen, Unterlagen und sonstigen Hinweisen hilfreich. Wer sich kurz vor der Spielsitzung mit seinen Aufzeichnungen und dem aktuellen Ermittlungsstand beschäftigt, der hat einen besseren Überblick über den aktuellen Ermittlungsstand.

Die Spielleitung kann wichtige Hinweise in Form von Schriftstücken (Handouts) an die Spieler verteilen, um sicherzustellen, dass die Informationen nicht in Vergessenheit geraten. Sollten Die Charaktere wichtige Spuren oder Hinweise ignorieren, so sollte die Spielleitung diese später erneut einbringen. Spielercharaktere könnten sich z.B. an vergangene Szenen erinnern oder gar davon träumen. Natürlich sind diese Hnweise mit Fingerspitzengefühl einzusetzen, damit die Lösung nicht zu einfach wird.

Tendenziell schätzt aus meiner Erfahrung die Spielleitung die Lösung eines Ermittlungsfalles leichter ein als es für die Spieler ist. Schließlich fehlen den Spielern in der Regel einige Hintergrundinformationen des Abenteuers.

Wie schaffen es andere Rollenspielgruppen in Ermittlungsgeschichten den Weg zum erfolgreichen Abschluss nicht zu verlieren?

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