Bei aller Rollenspieltheorie und der Vielzahl von Spielleitertipps bleibt noch immer offen, was ein Rollenspiel perfekt macht. Eine allgemeingültige Aussage ist schwierig, hängt es doch maßgeblich von der Spielgruppe ab, wann das Rollenspiel perfekt ist. Hilfreich ist es, wenn man in der Spielgruppe ähnliche Spielertypen vereint und somit einen ähnlichen Anspruch an das Spiel gestellt wird.

In seinem Rollenspiel-Blog stellt amel drei Regeln für perfektes Rollenspiel auf, denen ich grundsätzlich zustimme. Auch teile ich seine Meinung bezüglich der Auswertung sogenannter Flags. Nichts zu erwarten, ist jedoch in der Paxis gar nicht so einfach umsetzbar. Wer nichts erwartet, der kommt eben auch nicht voller erwartungsvoller Vorfreude zum Rollenspielabend. Mindestens sollten Spieler und Spielleitung einen spannenden Spielabend erwarten. Die erste Regel gehört aus meiner Sicht daher ein wenig eingegrenzt: Erwarte keinen bestimmten Handlungsverlauf oder die Erreichung eines bestimmten Ziels im Spiel.

Die dritte Regel für perfektes Rollenspiel ist auch für die Spieler sehr wichtig. Spieler, die oft gegen den Strom schwimmen, indem sie sich z.B. vom Rest der Gruppe trennen und mit ihren Charakteren Alleingänge veranstalten, können dem Rollenspiel schaden. In unserer aktuellen Gruppe war daher Teamgeist eine Grundvoraussetzung für die Charaktere.

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