Dies ist die Ideensammlung für den dritten Schauplatz, den ich in der Gemeinschaftsaktion mit spielleiten und euch entwickeln möchte.
Sinn dieser Gemeinschaftsaktion ist die Entwicklung eines Ortes mit Beschreibungen, Nichtspielercharakteren, Abenteuerideen, Karten und Bildmaterial. Die Informationen werden zum Ende der Aktion auf wenigen DIN A4 Seiten zusammengefasst und allen zur Verfügung gestellt.
Das Thema ist diesmal eine Hafenkneipe in den 1920er Jahren für ein Horror-Setting.
Die Ideensammlung läuft voraussichtlich bis Ende Mai und eure Ideen und Beiträge zu diesem Schauplatz könnt ihr direkt hier in den Kommentaren einstellen.
Zu Beginn werden wir wieder Material und Ideen jeglicher Art zum genannten Schauplatz sammeln. Hier einige Anhaltspunkte:
- Wo befindet sich die Hafenkneipe?
- In welchem Zustand befindet sich die Kneipe?
- Welche Räume befinden sich in der Kneipe? Welchen Zweck haben die einzelnen Räume und wie sind diese aufgeteilt? (Gastraum, Nebenzimmer, Küche, Lagerräume, Privaträume …)
- Wie heißt die Kneipe? Was für einen Ruf genießt die Kneipe?
- Was umfasst das Angebot der Kneipe?
- Wer besitzt und betreibt die Kneipe?
- Welche Konkurrenz hat die Kneipe? Hat der Wirt besondere Probleme oder dunkle Geheimnisse?
- Gibt es Angestellte in der Kneipe? Wen?
- Wer trifft sich in der Kneipe? Gibt es Stammgäste? Welche?
Ich bin sehr gespannt auf eure Ideen und Vorschläge zu diesem Schauplatz!
Besonderes Augenmerk möchte ich bei diesem Schauplatz auf die Charaktere und mögliche Abenteueraufhänger lenken. An diesem Schauplatz möchte ich gerne eine Mini-Spielsitzung (kürzer als ein One Shot) testen, in der man beispielsweise Nichtrollenspielern das Rollenspiel kurz vorstellen (und sie bestenfalls davon begeistern) kann. Natürlich soll der Schauplatz gleichfalls für den Einsatz in euren Abenteuern und Kampagnen geeignet sein.
Wer wissen möchte, wie wir die Schauplätze gemeinsam entwickeln, sollte sich einmal die Beiträge zur Kinderheilstätte und zum Badehaus ansehen.

Mai 03, 2012 @ 06:20:09
In der Hafenkneipe sollte die Möglichkeit bestehen, sehr unterschiedliche, weit gereiste, mysteriöse und “multikulturelle” Besucher zu treffen.
Ich denke daher als Ort an einen großen Hafen in Norddeutschland. Der Hamburger Hafen stellt aus meiner Sicht einen passenden Ort für die Kneipe dar.
Neben dem Hafenpersonal kehren auch häufig die Besatzungsmitglieder großer Schiffe in die Kneipe ein.
Mai 03, 2012 @ 10:18:14
Moin, moin Hafenjungs und -mädels,
na dann wollen wir mal…
1. Hamburg finde ich sehr gut… vielleicht auch gleich in St. Pauli am Fischmarkt mit Blick auf die Elbe.
2. Namen für die Kneipe hätte ich folgende im Angebot:
Zum Klabautermann
Strandgut
Die Seemannskiste
Zum steilen Haifischzahn
Die Seebärenhöhle
Der Sorgenbrecher
Zum tollen Hecht
Käptains Kajüte
Zum letzten Anker
Zum Klingenbeutel
Windstille
Hafenblick
3. Ich denke die Kneipe sollte einen schlechterten Ruf haben. Hier hängen Fischer bei billig Bier ab bis die nächste Flut kommt, über den Tischen wird Geld verschoben und unter den Tischen die Ware ausgetauscht, Seemänner prügeln sich, feinere Herre suchen Leute für besondere Aufträge und freizügige Begleitdamen werfen sich Anzugträgern an den Hals.
4. Auf der Karte findet sich zu Trinken Bier, billiger Rotwein, Sekt, Korn, Rum, Apfelsaft, Milch, Kaffe und Tee. Zu Essen gibt es einfache Hausmannkost Erbesensuppe, Aalsuppe, Bockwurst mit Kartoffelsalat, Hering mit Bratkartoffeln, Frikadelle mit Senf, Käsebrötchen, Mettwurstbrot und Labskaus mit Spiegelei
So ihr Landratten, jetzt seid ihr dran.
Ahaoi oder Hummel-Hummel… MorsMors
Euer Mark =o)
Mai 04, 2012 @ 20:57:59
Da fällt mir eine Geschichte aus meiner eigenen (Fantasy-)Kampagne ein, die – etwas abgewandelt – hier passen könnte:
In der oberen Etage der Hafenkneipe lebte einst eine Ungarin namens Boglárka Horvat, die aber nur als „Hure der Finsternis“ bekannt war und dort oben eben gewisse „Dienstleistungen“ anbot. Ihr wurde zur Last gelegt, sowohl Besucher als auch angestellte „Damen“ ihres kleinen Etablissements gefangen gehalten und auf bestialische Weise gefoltert zu haben, um ihre sadistischen Neigungen auszuleben. Die bemitleidenswerten Opfer wurden abschließend auf qualvolle Weise getötet und im unterhalb der Hafenkneipe gelegenen Kellerverlies verscharrt. Angeblich sollen sogar okkulte Rituale und schwarze Magie mit im Spiel gewesen sein.
Ob man daraus nun einen noch lebenden NSC macht, oder die Geschichte für einen Abenteueraufhänger benutzt, da die besagte Dame noch in den Gemäuern spukt oder sich die Toten aus ihrem staubigen Grab erheben, sei eurer Phantasie überlassen.
Mai 06, 2012 @ 08:48:48
Räumlichkeiten der Kneipe:
Erdgeschoss
Schankraum mit Theke
2-3 Hinterzimmer / Gesellschaftsräume
Toiletten (gab’s die in den 20ern schon?)
Küche
Speisekammer
Hinterhof
Hühner- und Gänsestall
Holzschuppen mit kleiner Werkstatt
Remise für eine alte Droschke
Unterstand für ein Zugpferd
Keller
Bier- und Weinkeller (mit Zugang zum Hinterhof und zum Schankraum)
Vorratskeller (mit Zugang zur Küche)
altes Schmugglerversteck
Obergeschoss
Gästezimmer
Dachgeschoss
Schlafkammern …
. … des Wirtes
. … des Sohnes
. … der Magd
Ehemaliges Zimmer der Wirtsfrau (siehe meinen noch folgenden Kommentar zu NSC-Ideen).
Mai 06, 2012 @ 09:15:10
NSC
Hinnak Poddenstool, Mitte 40, grobschlächtig gebaut, Stiernacken, Glatze, cholerisch. Tingelte als Amateurboxer über die Jahrmärkte, bis er genug Geld hatte, die Kneipe zu kaufen. Ist immer mies gelaunt und gilt als Tyrann. Hat mit seiner wüsten Art vor zwei Jahren seine Frau Henriette in den Selbstmord getrieben.
Henriette war eine schlanke, nette und fürsorgliche Frau. Sie nahm die Schläge, Beleidigungen und Demütigungen ihres Mannes jahrelang hin, um diese von ihrem gemeinsamen Sohn Jan abzulenken. Sie erhängte sich in ihrer Kammer, die Hinnak seither nicht mehr betreten hat.
Jan, 15, ist schmächtig und introvertiert. Seit dem Tod seiner Mutter hat er nun unter der Tyrannei seines Vaters zu leiden, mit regelmäßig geschlagen, auf das übelste beschimpft und auch für kleinere Fehler tagelang in den Keller gesperrt. Er hat sich mit Gertrude verbündet, um aus der Knechtschaft seines Vaters zu entkommen.
Gertrude, 16, ist hübsch, aber schüchtern, und ihr fehlt es an Selbstvertrauen. Sie lebt und arbeitet seit ein paar Jahren als Magd in der Kneipe, nachdem Hinnak sie von der Straße aufgelesen hat. Auch sie muss Hinnaks Tyrannei ertragen, wenn auch auf andere Weise: seit Henriettes Tod gezwungenermaßen das Bett mit ihm teilen.
Mai 06, 2012 @ 16:35:53
Super Ideen und Ansätze! Ich freue mich über die anhaltend rege Beteiligung bei unserer Schauplatzaktion.
Sehr schnell kommen hier viele schöne Ansätze für eine stimmungvolle Schauplatzbeschreibung mit passenden Abenteueraufhängern zusammen.
Ich habe die Ideen bereits zu einer ersten Schauplatzbeschreibung zusammengefasst und freue mich auf weitere Ideen und Ergänzungen.
Kleine Linksammlung und Ankündigung | spielleiten
Mai 13, 2012 @ 13:44:08
Mai 18, 2012 @ 19:09:47
Hat eventuell jemand einen Gebäudeplan für eine Hafenkneipe oder Lust und Möglichkeiten, einen solchen zu erstellen?
Mai 19, 2012 @ 12:03:09
Hi, leider habe ich keine passenden Karten und auch diesmal leider keine Zeit, eine zu malen … Horror in den 20ern ist auch nicht das Genre, in dem ich mich wirklich zu Hause fühle. Sorry …
Mai 20, 2012 @ 15:55:21
Ich habe die Schauplatzbeschreibung um eine kleine Speisekarte für die Hafenkneipe ergänzt (s.o.).
Derzeit arbeite ich außerdem an einem Gebäudeplan für den Schauplatz.
Sonst noch weitere Ideen oder Hinweise von eurer Seite?
Mai 28, 2012 @ 13:15:01
Jul 12, 2012 @ 08:18:43